Fußball

In Überzahl fehlt die Präzision: TSV Pattensen mit Nullnummer gegen Wunstorf

Der TSV Pattensen bleibt Tabellenführer der Landesliga Süd. Allerdings musste sich die Mannschaft von Torben Zacharias auf eigenem Platz gegen den 1. FC Wunstorf mit einem torlosen Remis begnügen – und das in langer Überzahl. Es habe an Passpräzision gemangelt, monierte der Trainer.

Der TSV Pattensen fühlt sich an der Spitze der Landesligatabelle weiter pudelwohl. Allerdings hat es das Team von Trainer Torben Zacharias verpasst, seinen Vorsprung in der Staffel Süd auf fünf Punkte auszubauen. Nach einem Platzverweis stand der 1. FC Wunstorf beim zuletzt viermal siegreichen Primus in der gesamten 2. Halbzeit in Unterzahl auf dem Feld, verteidigte jedoch das 0:0 – und hätte fast selbst noch zugeschlagen.

Eine Nullnummer nach 90 Minuten – das war für die Zuschauer des Spitzenspiels gewöhnungsbedürftig, schließlich hatte es in den ersten beiden Heimpartien der Pattenser in dieser Saison elf Treffer gegeben.

In der einen oder anderen Offensivaktion war die Zacharias-Elf vor der Pause der Führung näher als ihre Gäste, vor allem bei zwei Kopfbällen von Johannes Weber und Marc-Kevin Pohl, die jeweils nach einem Standard knapp das Gehäuse verfehlten. Beim 1. FC setzte Amir Lashkari nach einem gefährlichen Freistoß von Mehmet Aydin nach, scheiterte aber wie in einer späteren Szene im Eins-gegen-eins an Pattensens Keeper Marten Krause.

Köse moniert Handspiel vor dem Foulspiel.

Die Wunstorfer bekamen die Partie im Verlauf der 1. Halbzeit immer besser in den Griff, mussten allerdings mit einem Akteur weniger in die Kabine gehen. Beim Versuch, einen Angriff abzufangen, hatte Ahmed Jameleddine in der Nachspielzeit den Ball mit der Hand gespielt – als letzter Mann sah er dafür die Rote Karte.

„Dem Handspiel ging ein Foul an Ahmed voraus, das der Schiedsrichter aber als normalen Zweikampf wertete“, sagte Wunstorfs Trainer Onur Köse. „Angesichts der Tatsache, dass wir lange Zeit nur zu zehnt waren, bin ich mit einem Punkt zufrieden. Die Jungs haben sehr gut gearbeitet.“

Vor allem Emilio Enzi, der als „Zehner“ begann und nach Jameleddines Ausscheiden ins linke Mittelfeld rückte, war sehr agil und gefiel durch seine Zweikampfstärke. „Wir haben uns in Überzahl schwergetan. Im Aufbau hat zu oft die Passpräzision nicht mehr gestimmt“ sagte Zacharias. Bei den wenigen Gegenstößen des 1. FC fehlten nach einem Kopfball von Jerrymie Bahtiri und einem Schuss des ebenso eingewechselten Tugrancan Singin nur Zentimeter, um den Pattensern nach mehr als einem Jahr wieder eine Heimniederlage beizubringen.

TSV Pattensen von 1890 e.V.

Bild- und Textquelle: Sportbuzzer

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